Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke
Nordrhein-Westfalen e.V.

Individualität ist gefragt

Die Form der Wasserkraftnutzung ist so individuell wie der jeweilige Standort. Wasserkraftanlagen sind immer Unikate und werden optimal an die vorliegenden Voraussetzungen angepasst.



Die richtige Maschine

Die Kraft des Wassers kann genutzt werden mit
- verschiedensten Ausführungen von Wasserrädern,
- so genannten Wasserkraftschnecken oder
- Turbinen, z. B. Francis-, Kaplan-
oder Pelton-Turbinen.

Bei der Wahl des Turbinentyps kommt es z. B. auf die zur Verfügung stehende Wasserspiegeldifferenz und die Wasserführung (Menge und deren Schwankung) an. Die unterschiedlichen Maschinentypen bieten unterschiedliche Vorteile.

Wasserräder und -schnecken bedienen den kleinen Leistungsbereich, Pelton-Turbinen kommen bei hohen so genannten Fallhöhen (Wasserspiegeldifferenzen) in Frage. Francisturbinen sind bei niedrigen und mittleren Gefällen, sowie mittleren Wassermengen sinnvoll. Kaplanturbinen eignen sich bei kleinen Fallhöhen, großen Wassermengen und insbesondere schwankender Wasserführung und schwankenden Fallhöhen.



Lauf- oder Speicherkraftwerke

Wasserkraftwerke können auch hinsichtlich der zeitlichen Nutzung unterschieden werden. Laufwasserkraftwerke sind an Flüssen gelegen und von deren wechselnder Wasserführung abhängig. Speicherkraftwerke (i. d. R. Talsperren) sammeln das Wasser und geben es bei Bedarf ab.

Unsere Mitglieder betreiben fast ausschließlich Laufwasserkraftwerke, die das natürliche Abflussverhalten der Gewässer nicht verändern.



Dauerhaftigkeit, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit ist unsere Stärke

Wasser fließt immer. Daher produzieren unsere Flusskraftwerke ständig wertvollen Grundlaststrom. Das schafft keine andere regenerative Energie.

Aufgrund der langen Erfahrung mit Stromerzeugung aus Wasserkraft sind die Anlagen sehr ausgereift und betriebssicher. Die Anlagen haben häufig Turbinenwirkungsgrade von mehr als 92 %, Betriebszeiten von mehr als 100 Jahren und sind i. d. R. an mindestens 350 Tagen im Jahr am Netz.

Der "Erntefaktor" - also das Verhältnis von produzierter Energie zu für Bau und Betrieb eingesetzter Energie - beträgt bei Wasserkraftanlagen im Durchschnitt 150. Zum Vergleich: Selbst modernste Kohlekraftwerke kommen hier nur auf einen Erntefaktor von 0,4.

Mühle mit oberschlächtigem Wasserrad
Oberschlächtiges Wasserrad
Zuppinger Wasserrad
Mittelschlächtiges Wasserrad, Bauart Zuppinger
Francis-Turbine mit Läufer (rot) und Leitapparat (schwarz)
Laufrad einer Kaplanturbine
Getriebe und Generator einer reaktivierten Wassermühle
Maschinenhaus